Nachhaltigkeit – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil

Nachhaltigkeit – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil 640 407 Sebastian Grothaus

„Warum sollten wir nachhaltig produzieren? Das kostet doch alles zu viel! Die teuren Materialien, die lästigen Regulierungen – und außerdem sind wir doch schon nachhaltig, alleine weil wir viel Geld verdienen.“

Diese und ähnliche Gedanken haben wahrscheinlich noch immer (zu) viele Unternehmer und Geschäftsführer. Nachhaltigkeit, faire und soziale Arbeitsbedingungen sowie umweltfreundliche Produktionsverfahren und Lieferketten sind nur von geringem Interesse zu Gunsten von kurzfristiger Profitorientierung. Dieses Denken geht zu Lasten von Umwelt, Menschen und zukünftiger Generationen. Umweltkosten werden vergesellschaftet.

Kurzfristiges Denken ist kein Erfolgsmodell

Dass dies kein langfristig ausgerichtetes Erfolgsmodell sein kann, wird schnell klar. Zu viele klare Fakten sprechen dagegen:

  • Das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Probleme dieser Welt wird immer ausgeprägter. Dies ändert auch das Konsumverhalten. Trends wie z.b. Veganismus und nachhaltige Geldanlagen sind nicht kurzfristig, sondern ein gesellschaftlicher Wertewandel.
  • Stakeholder, Analysten und Investoren achten auf Nachhaltigkeit, denn durch sie werden Risiken minimiert. Schließlich performen die Aktien nachhaltiger Unternehmen und Indices im langfristigen Vergleich besser.
  • Geschäftsmodelle auf Kosten der Gesellschaft werden zunehmend hinterfragt und geraten unter Druck, z.B. durch NGOs. Dies zeigt sich in einer beschädigten Reputation, was wiederum viel Arbeit und Geld kostet, diese wieder herzustellen. Man denke an die Partnerschaft von Krombacher mit Nestlé, die zu einem großen Boykottaufruf in den sozialen Medien geführt hat.
  • Natürlich kommt das auch in der Politik an, so dass die Regulierung ebenfalls in Richtung Nachhaltigkeit tendiert. Es wird mehr Transparenz verlangt und gesetzlich verankert. Lieferanten haben ohne einen entsprechenden Umweltbericht zunehmend Schwierigkeiten, an Aufträge zu kommen. Oder anders herum: wer sauber und transparent agiert, ist ein gern gesehener Geschäftspartner.
  • In Zeiten von geringer Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel wird es immer wichtiger, die richtigen Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu begeistern. Die jüngere Generation sucht allerdings vermehrt nach Jobs mit Sinn, so dass sich für sozial aufgestellte Unternehmen auch hier ein Vorteil ergibt. Die entsprechende Message kann sowohl intern als auch extern viel wirkungsvoller kommuniziert werden.
  • Durch entsprechende Maßnahmen lassen sich ganz einfach auch Kosten reduzieren. Wer Energie spart, zahlt weniger. Und wer gut mit den Mitarbeitern umgeht, hat weniger Fluktuation und engagiertere Mitarbeiter.

Geld verdienen UND Gutes tun

Tennant

Reinigungsmaschine von Tennant Company, die ohne Chemie auskommt

Die Reise geht weg vom „entweder-oder“. Stattdessen lautet die Botschaft „gerade-weil“. Unternehmen müssen sich nicht entscheiden, ob sie Geld verdienen oder Gutes tun sollen. Gerade weil sie beide Aspekte berücksichtigen, haben sie langfristig einen enormen Wettbewerbsvorteil. Natürlich bedeutet Nachhaltigkeit auch Arbeit und Engagement – aber es lohnt sich. Für die Unternehmen, die Gesellschaft und auch für die Investoren.

Mehr Infos, wie Sie mit Ihrem Kapital von nachhaltigen und sozialen Unternehmen profitieren, erhalten Sie unter https://www.good-profits.de/kapital-anlegen/.

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